Rückblick: Juli

Schon wieder schreiben wir den 22. August und erst heute gibt es meinem Rückblick für den letzten Monat. Im Juli ist so viel passiert, es waren so vollgepackte, so schöne Wochen. Ich habe viel erlebt, bin nach Cornwall gereist, war bei Wimbledon, habe Tagesausflüge gemacht, hatte zum ersten Mal ein paar Tage Urlaub, habe einige Dinge auf meiner To Do-Liste abgehackt und habe tolle Wochenenden in London verbracht.

 

Tagesausflüge

Im Juli habe ich London ein paar Mal verlassen. Nicht, weil ich es hier nicht mehr mag, sondern weil es auch außerhalb der Stadt so viel zu entdecken gibt. Ich bin immer ziemlich hin- und hergerissen, was das angeht. Ich möchte so viele Städte und Gegenden besuchen, gleichzeitig gibt es aber auch hier immer so viel zu entdecken, dass ich fast schon immer ein schlechtes Gewissen bekomme und Angst habe, etwas zu verpassen, wenn ich mal einen oder sogar gleich mehrere Tage weg bin. Nichtsdestotrotz sind wir gleich am ersten Wochenende nach Oxford gefahren. Wir haben einen wunderschönen Sommertag erwischt, um die Universitätsstadt zu erkunden. Sehr alte Kirchen, die Colleges und sehr viele kleine Läden machen den Charme dieser Stadt aus. Mir persönlich hat Oxford besser gefallen als Cambridge, das hing aber womöglich auch mit dem Wetter zusammen.

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Mein zweiter Tagesausflug brachte mich nach Brighton und ans Meer. Ich war schon so lange nicht mehr richtig am Meer. Und habe es so vermisst. Es gibt fast nichts schöneres, als stundenlang einfach nur am Strand zu sitzen, den Wellen zu lauschen, Leute zu beobachten, zu lesen, Wassermelone zu essen. Darüber habe ich kürzlich einen Beitrag verfasst. Der Atlantik war leider etwas zu kalt, aber trotzdem war es ein perfekter Tag am Meer. Die Stadt selbst erinnerte mich stark an die kleinen Dörfer in Südfrankreich mit den kleinen Gässchen, Restaurants und Läden.

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Brighton

 

Liebe für alle

„Here in London, you’re free to love whoever you want to love and be whoever you want to be.“ – Sadiq Khan, Bürgermeister von London

Das zweite Juli-Wochenende stand ganz im Zeichen der Liebe. Denn am 8. Juli fand die London Pride Parade statt. Jeder feierte die Liebe, zuerst beim Umzug, der durch die Innenstadt ging, anschließend bei der riesen Party auf dem Trafalgar Square und abends in den Bars, Pubs und Clubs. Es war schön mitanzusehen, wie jeder fröhlich und die Stimmung ausgelassen war. Vor allem nach dem, was die Stadt in den letzten Monaten mit den beiden Terroranschlägen und dem Feuer im Grenfell-Tower alles mitmachen musste. Es ist schön, dass sie die Menschen nicht unterkriegen lassen und das Leben weiterhin genießen.

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Märkte

Natürlich durften auch meine wöchentlichen Besuche auf den Märkten nicht fehlen. Neben den üblichen in der Brick Lane und dem Borough Market war ich erstmals auf dem Brixton Market, auf dem ich den vielleicht besten Crêpes meines Lebens gegessen habe, auf der Food Market am Southbank Center (wo es köstliche Piadina aus Italien gibt) und dem Columbia Road Flower Market, ein – wie der Name schon sagt – Blumenparadies.

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Brixton
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Columbia Road Flower Market

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Southbank Centre Food Market

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Borough Market

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Macbeth

Macbeth ist mein Lieblingsstück von Shakespeare. Und von Anfang an war mir klar: Wenn ich in London wohne, werde ich mir ein Macbeth-Theater ansehen. Umso mehr freute ich mich, als ich sah, dass es von Juni bis August im berühmten ‚Shakespeare Globe Theatre‘ aufgeführt wird. Doch die Ernüchterung kam schnell, als ich dann bemerkte, dass wir nicht mehr das Jahr 2016 schreiben. Aber London wäre nicht London, wenn es nicht doch irgendein Theater gäbe, in dem man sich die brutale Geschichte ansehen kann. Mit der St. Paul’s Church habe ich dann auch schnell ein anderes Theater gefunden. Mir hat die Vorführung sehr gut gefallen, vor allem weil es anders war als normale Theater. Es fand zum großen Teil im Freien statt, teilweise in einer Kirche (zwischen verschiedenen Akten und auch Szenen wurden die Zuschauer aufgefordert, mit den Schauspielern weiterzuziehen und es fanden mehrere Ortswechsel statt) und es war teils einfach, aber trotzdem beeindruckend gemacht.

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Musik

Wegen der Festivalsaison sind derzeit weitaus weniger Konzerte in London als in den Monaten zuvor. Finde ich aber nicht schlimm. Im Sommer macht es ohnehin weniger Spaß, sich schon um 20 Uhr in eine der Venues zu begeben. Besser: Sich in den Park zu setzen und von draußen Acts bei Festivals zuzuhören. Habe ich bei zweien gemacht, die in London stattfanden. Anfang Juni waren die Killers im Hyde Park zu Gast. Wir saßen mit Pimm’s, Bier und Essen während des Sonnenuntergangs in der Wiese und konnten das ganze Konzert mitverfolgen. Eine Woche später fand das Lovebox-Festival statt und ich habe den Auftritten von Rag’n’Bone Man und Frank Ocean gelauscht – letzterer hat mir dabei von allen dreien am besten gefallen.

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Hyde Park

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Buckingham Palace

Zuhause bei der Queen – eines meiner Monatshighlights. Zehn Wochen lang hat man jeden Sommer die Möglichkeit, den Buckingham Palace von innen zu sehen – das ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Der Palast ist beeindruckend, einer der schönsten, die ich bisher besichtigt habe. Zu 17 Staatsräumen wird den Besuchern der Zutritt gewährt und durch einen Audioguide wird alles genau erklärt. Fotos waren leider verboten, aber allen Royal-Fans ich kann die Tour nur empfehlen!

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Rooftop Cinema

London hat zahlreiche Rooftop-Bars, viele davon befinden sich im Süden, nur einen Katzensprung von meiner Wohnung entfernt. Das Musikmagazin NME hat in Zusammenarbeit mit dem BFI (British Film Institute) spezielle Abende im Busse Building in Peckham organisiert, an denen zuerst eine Newcomer-Band spielt und danach ein Film gezeigt wird. An unserem Abend spielte die Londoner Band Sundara Karma, anschließend sahen wir uns ‚The Big Lebowski‘ an. Es war kalt, aber schön. Vor allem ein toller Sonnenuntergang. Und was will man mehr?

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Was mich sonst noch so glücklich gemacht hat

 

Afternoon Tea und gutes Essen

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Ein Nachmittag im Tate Modern

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Und weitere Eindrücke aus England

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Reise nach Cornwall
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Little Venice
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Wimbledon
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Sky Gardens

Vielen Dank fürs Lesen!
C x

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